Monatliches Archiv: Oktober 2014

Namensänderung des SC-Stadions auf Kosten des Steuerzahlers

Die Umbenennung des SC-Stadions in „Schwarzwaldstadion“ wurde während einer nichtöffentlichen Pressekonferenz medienwirksam vorweggenommen, bevor der Freiburger Gemeinderat seine Zustimmung gegeben hatte. FL/FF hätte es begrüßt, wenn der Gemeinderat diese Brüskierung mit einer eindeutigen Ablehnung dieser unnötigen Geldausgabe beantwortet hätte.

Es ist verständlich, dass der SC Freiburg durch die Vergabe des Namensrechts an Unternehmen zusätzliche Einnahmen erzielen möchte. Allerdings haben die meisten Firmen wohl erkannt, dass sie mit dem Namensponsoring keinen Werbeeffekt erzielen.

Inakzeptabel ist, dass der SC Steuergelder dafür bekommt, dass sein Stadion nach einer Region benannt wird – zumal die gedankliche Verbindung zwischen Fußball in einem Stadion und mehr Übernachtungsgästen in einer Region hanebüchen ist. Der Name Schwarzwald ist markenrechtlich nicht geschützt und dem SC steht es frei, sein Stadion Schwarzwaldstadion zu nennen. Somit gibt es keinen Grund, dass der Steuerzahler dafür auch nur einen Cent auf den Tisch legt.

Auch die EU-Kommission hat das finanzielle Doppelpassspiel zwischen Clubs und Kommunen ins Visier genommen, da sie das für illegale staatliche Beihilfen für den Profifußball hält.

Diese Geldausgabe der Stadt Freiburg ist auch ärgerlich, weil viele Institutionen trotz schlechter Ausstattung gute Arbeit leisten und ihr Einsatz nicht honoriert wird. Oftmals wird um wenige tausend Euro geschachert, während für das Namensrecht an einem Stadion über fünf Jahre mehr als eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt werden.

FL/FF ist der Meinung, dass dieses Geld besser hätte investiert werden können.

Ein Staudamm von 15 m Höhe vor Günterstal?

Seit geraumer Zeit kursieren Informationen und Gerüchte über das südlich von Günterstal geplante Regenwasser-Rückhaltebecken mit einem 15 m hohen Staudamm, durch das das dortige Landschaftsschutzgebiet, das Landschaftsbild und die dortige Fauna und Flora erheblich beeinträchtigt würden.

Wieder einmal wird so getan, als sei diese Planung “alternativlos”. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Bereits das von der Stadt selbst beauftragte Gutachten zeigt mehrere Alternativen auf, die aber (ähnlich wie bei der Standortsuche für das SC-Stadion) totgeschwiegen und nicht weiterverfolgt werden.

Grundlage für diese Planung soll eine EU-weit gültige Vorschrift sein, wonach bei der Erschließung von neuen Baugebieten dem Hochwasserschutz durch Berücksichtigung eines „hundertjährigen Hochwassers“ besonders Rechnung getragen werden muss. Aus diesem Grund hat die Stadt Freiburg im Jahr 2010 ein hydrologisches Gutachten zur Hochwassergefahr durch den Bohrer-/Hölderlebach in Auftrag gegeben. Dies alles für einen Stadtteil Dietenbach, der noch gar nicht beschlossen ist und dessen Notwendigkeit bei Weitem noch nicht zu Ende diskutiert wurde. Die Fakten mit den möglichen Alternativen hat ein sachkundiger Bauingenieur, der sich als Bürger mit dem Gutachten und den Gegebenheiten vor Ort eingehend befasst hat, in einem kurzen Bericht zusammengefasst: http://freiburg-lebenswert.de/ein-staudamm-von-15-m-hoehe-vor-guenterstal/

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