Monatliches Archiv: Dezember 2014

Was ist Denkmalschutz in Freiburg wert?

Die Badische Zeitung (BZ) berichtete am 22.11. erneut über den geplanten Anbau an das denkmalgeschützte Reinhold-Schneider-Haus und stellte fest, dass „viele Bürger nur darüber den Kopf schütteln können“, wie die Denkmalbehörde einen solch gravierenden Eingriff in das Kulturdenkmal genehmigen konnte. Die Entscheidungen der Denkmalbehörde sind intransparent und die Kriterien oft in keiner Weise nachvollziehbar.

Anders als im übrigen Baurecht ist für Denkmalschutz keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. „Das ist durchaus kritisch zu sehen“, so ein Experte für Planungsrecht in der BZ. Es kann nicht sein, dass der für Bürger und Stadtbild so wichtige Denkmalschutz, als „reine Angelegenheit der Behörde läuft“.

FL/FF fordert, dass es eine Auskunftspflicht der Denkmalbehörde geben muss und die Erhaltungspflicht bzw. denkmalgerechte Nutzung gegenüber einer angeblichen Unzumutbarkeit einen höheren Stellenwert erhält.

Vermeintliche Sachzwänge gefährden leider immer wieder Baudenkmäler, da die Erhaltung gefährdeter Bausubstanz weder im Gemeinderat noch in der Stadtverwaltung einen hohen Stellenwert genießt. Die Liste der Baudenkmäler, die in den vergangenen Jahren weichen mussten, ist beträchtlich. Dem ehemaligen ‚Gasthaus zu Amerika‘ in der Habsburger Straße droht der Abriss, aber auch das Dreikönighaus an der Schwarzwaldstraße ist gefährdet.

Siehe: http://freiburg-lebenswert.de/was-ist-denkmalschutz-in-freiburg-wert/

Steuergelder für ein Stadion?

Millionen an Investitionen für Stadionkörper und Infrastruktur sowie weitere Millionen an Finanzierungs-, Verwaltungs- und Instandhaltungskosten in den nächsten 25 Jahren überschreiten jedes vernünftige und verantwortbare Maß einer öffentlichen Unterstützung für einen Profi-Fußballclub. Hinzu kommen nicht abschätzbare Risiken wie Baukostenüber-schreitung, mögliche Zinssteigerungen, Naturschutzauflagen etc.

Der Erhalt des Profifußballs in Freiburg gehört nicht zur vordringlichsten Aufgabe der kommunalen Vorsorge. Viel wichtiger ist es, Gelder für die Sanierung der Verkehrsinfra-struktur, Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Renovierung von Schulen, die Förderung des Breitensports, der Kultur und sozialer Einrichtungen, z. B. für die Jugend, bereitzustellen. Es ist schon seltsam, dass an allen Ecken und Enden gespart und um ein paar hundert oder tausend Euro geschachert wird, während es kein Problem zu sein scheint, Millionen für einen Profiverein auszugeben. Wie müssen sich soziale Einrichtungen vorkommen, die sich stark engagieren, ihnen aber ein Zuschuss mit Hinweis auf den „klammen“ Haushalt verwehrt wird? Was denken qualifizierte Personen in sozialen Berufen (Pfleger, Erzieher, Heilpädagogen etc.), die mit dem Nötigsten auskommen müssen? Die Steuergelder wären für die oben erwähnten Aufgaben wichtiger, als damit einen Profifußballclub zu sponsern.

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