Monatliches Archiv: September 2015

Ein Kunstrasenplatz für den SV Hochdorf

Hochdorf ist der größte eingemeindete Stadtteil Freiburgs und hat einen Sportverein mit mehr als 850 Mitgliedern. Der Einzugsbereich des Vereins ist groß, vor allem Kinder und Jugendliche aus den benachbarten Stadtteilen Landwasser, Lehen und Betzenhausen-Bischofslinde nehmen dessen Angebote in Anspruch.

Der SV Hochdorf ist ein Mehrspartenverein mit einem eindeutigen Schwergewicht im Bereich Fußball. Über 200 Jugendliche zwischen fünf und neunzehn Jahren gehen dieser Sportart nach. Beim Trainings- und Spielbetrieb müssen 18 Mannschaften angeleitet und betreut werden. Hierfür stehen lediglich zwei Fußballplätze, ein Hart- und ein Rasenplatz zur Verfügung. Eine Umwandlung des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz ist dringend geboten, da dieser in einem extrem schlechten Zustand ist. Die Mannschaften spielen dort auf einem Untergrund, der eine erhebliche Verletzungsgefahr in sich birgt.

Ein solches Umbauprojekt hat ein finanzielles Volumen, das vom SV Hochdorf auch unter Inanspruchnahme von regulären Fördermitteln der Sportförderungsrichtlinien nicht zu bewältigen ist. Aus diesem Grund ist ein Zuschuss der Stadt Freiburg für die Umsetzung dieses Projektes unabdingbar.

Durch die zentrale Lage des Sportgeländes ergäbe sich durch die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz auch für die beiden Kindergärten und die Grundschule eine Möglichkeit, den Platz zumindest vormittags mitzubenutzen.

Städte für Menschen, nicht für Architekten

„Liveable cities for the 21st century“, also: „Lebenswerte Städte für das 21. Jahrhundert“, so lautete der Titel eines Vortrags, den der Kopenhagener Architekt und Städteplaner Jan Gehl im Winterer-Foyer des Freiburger Theaters hielt. Der Vortrag enthielt viele Appelle, die sich Städteplaner zu Herzen nehmen sollten.

Zentrale Aussagen in Gehls Vortrag: „Architektur muss für die Menschen da sein, Städte müssen für die Menschen da sein, nicht für Stadtplaner und Architekten.“ So fragt er ganz offen: „Warum interessieren sich Architekten nicht für den Menschen, sondern nur für Formen.“ Stadtplaner und Architekten sollten nicht vom Hubschrauber aus planen, sondern müssten dies aus der Perspektive der in der Stadt lebenden Menschen tun.

Eindringlich appellierte er für einen Paradigmenwechsel hin zu lebenswerten, nachhaltigen und gesunden Städten. In diesem Zusammenhang wiederholte er eine Binsenweisheit, die aber nicht bei allen Stadtplanern angekommen zu sein scheint: „Zusätzliche Straßen ziehen zusätzlichen Verkehr an!“ Und mit Blick auf den Augustinerplatz ließ eine Bemerkung aufhorchen: „Lärm in belebten Innenstädten muss organisiert und geregelt werden.“ Speziell zu Freiburg meinte er: „What you need is a city police.“

Den Appellen von Jan Gehl für mehr Bürgerbeteiligung und eine „lebenswerte Stadt“ kann Freiburg Lebenswert/Für Freiburg nur zustimmen!

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