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Die Mehrheit der Freiburger ist unzufrieden mit der Baupolitik

Baupolitik-Freiburg

Eine Mehrheit der Freiburger ist unzufrieden mit der Baupolitik in ihrer Stadt. Das ist ein Ergebnis der Bürgerumfrage 2014, die jetzt veröffentlicht wurde. Während in der Berichterstattung dazu die Überschriften suggerieren, es herrsche große allgemeine Zufriedenheit, liest man erst am Ende der Artikel, womit die Befragten unzufrieden sind.

Die vor allem von den Grünen, der CDU und den Freien Wählern im Gemeinderat sowie vom Oberbürgermeister Dr. Salomon und Baubürgermeister Prof. Haag intensiv propagierte Nachverdichtung in der Stadt wird in der Bürgerumfrage von einem großen Anteil der Bevölkerung (38 %) der Befragten abgelehnt; 30 % sind dafür, ein Drittel hat keine Meinung dazu.

Große Unzufriedenheit herrscht auch bei den Parkmöglichkeiten in der Innenstadt (37 %); und zwar sowohl für Autos als auch für Fahrräder. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wer seine Kinder oder ältere Menschen schon mal zum Freiburger Hauptbahnhof bringen wollte, damit diese rechtzeitig und gefahrlos ihren Zug erreichen, der weiß, wovon gesprochen wird.

Eine besonnene Planung, welche die Anliegen der BürgerInnen wie auch ökologische Notwendigkeiten berücksichtigt, ist dringend erforderlich.

Ein Staudamm von 15 m Höhe vor Günterstal?

Seit geraumer Zeit kursieren Informationen und Gerüchte über das südlich von Günterstal geplante Regenwasser-Rückhaltebecken mit einem 15 m hohen Staudamm, durch das das dortige Landschaftsschutzgebiet, das Landschaftsbild und die dortige Fauna und Flora erheblich beeinträchtigt würden.

Wieder einmal wird so getan, als sei diese Planung “alternativlos”. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Bereits das von der Stadt selbst beauftragte Gutachten zeigt mehrere Alternativen auf, die aber (ähnlich wie bei der Standortsuche für das SC-Stadion) totgeschwiegen und nicht weiterverfolgt werden.

Grundlage für diese Planung soll eine EU-weit gültige Vorschrift sein, wonach bei der Erschließung von neuen Baugebieten dem Hochwasserschutz durch Berücksichtigung eines „hundertjährigen Hochwassers“ besonders Rechnung getragen werden muss. Aus diesem Grund hat die Stadt Freiburg im Jahr 2010 ein hydrologisches Gutachten zur Hochwassergefahr durch den Bohrer-/Hölderlebach in Auftrag gegeben. Dies alles für einen Stadtteil Dietenbach, der noch gar nicht beschlossen ist und dessen Notwendigkeit bei Weitem noch nicht zu Ende diskutiert wurde. Die Fakten mit den möglichen Alternativen hat ein sachkundiger Bauingenieur, der sich als Bürger mit dem Gutachten und den Gegebenheiten vor Ort eingehend befasst hat, in einem kurzen Bericht zusammengefasst: http://freiburg-lebenswert.de/ein-staudamm-von-15-m-hoehe-vor-guenterstal/

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